Die Aufgabe
Eine osteopathische Einzelpraxis konkurriert online mit Praxisketten und mit Anbietern, die deutlich mehr versprechen dürfen, als das Heilmittelwerbegesetz erlaubt. Wer sich daran hält, klingt schnell blass.
Gesucht war ein Auftritt, der genau umgekehrt funktioniert: Zurückhaltung als Qualitätsmerkmal. Interessierte sollen vor der Buchung wissen, was eine Sitzung kostet, wie lange sie dauert und ob ihr Beschwerdebild überhaupt dazu passt.
Mein Ansatz
Die Seite ist um die sechs Beschwerdebilder gebaut, die in der Praxis am häufigsten auftauchen — von Rücken und Nacken über Migräne bis zum vegetativen Nervensystem. Jedes mit eigener Beschreibung, damit die Selbsteinordnung ohne Fachwissen gelingt.
Honorar, Sitzungsdauer und Buchungsweg stehen als Faktenblock auf der Startseite, nicht versteckt im Kleingedruckten. Dazu ein Abschnitt, der ehrlich benennt, wann die Abklärung in ärztliche Hand gehört. Sprachlich durchgehend HWG-konform: befundet und begleitet statt heilt und garantiert.
Technisch: strukturierte Daten für Praxis, Person und FAQ, Touch-Ziele nach WCAG-Mindestmaß, reduzierte Animationen für alle, die das im System eingestellt haben. Terminbuchung läuft über Doctolib, telefonisch geht es weiterhin.
Das Ergebnis
Die Seite ist seit Juli 2026 live. Wer sie liest, weiß vor dem ersten Anruf, was ihn erwartet — inklusive der Fälle, in denen Joseph Traub selbst zur ärztlichen Abklärung rät. Genau diese Offenheit ist das Verkaufsargument der Praxis, und die Website macht sie sichtbar.




